10 Jahre Upscore – Daten, die Orientierung schaffen für Qualitätsjournalismus
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10 Jahre Upscore: Rückblick, Ausblick und ein starkes Zeichen für den Journalismus

Singa Feder · 03 Juni, 2026

Es gibt Momente, die bewusst machen, wie weit wir gekommen sind. Unser Jubiläum in der Villa im Heine-Park war so einer. Zehn Jahre Publishing-Intelligence, zehn Jahre voller gemeinsamer Entwicklungen, Ideen, Partnerschaften und Dialog.


#10JahreUpscore


Als ich bei Upscore anfing, war mir schnell klar: Diese Plattform ist mehr als ein Tool oder Dashboard. Wir unterstützen Redaktionen nicht nur mit Daten. Wir machen aus Daten Orientierung. Und in einem Markt, der sich so rasant wandelt, wird das immer wichtiger.


Am 20. Mai haben wir genau darüber geredet. Mit Gästen aus Medien, Wissenschaft und Politik. Und was mich wirklich gefreut hat: Es war kein steifes Branchen-Event. Es war ein echter Austausch. Ungezwungen, offen, ehrlich. Wir hatten das Glück, 7 Top-Speaker gewinnen zu können, die uns ihre Perspektiven zur Entwicklung des Qualitätsjournalismus dargelegt haben.


Den Auftakt machte Dr. Claas Schüddekopf, Leiter des Amtes Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, der nicht nur die ökonomischen, sondern auch die strukturellen Herausforderungen für den Journalismus in den Blick nahm und die Frage stellte, was die Öffentlichkeit für einen starken und unabhängigen Journalismus tun muss.


Dr. Christiane Düts, Geschäftsführerin des Freitag, gewährte uns einen außergewöhnlichen Einblick in die lange Reise des Hauses ins Digitale und zeigte, wie es mit Upscore gelungen ist, Daten für die Themenplanung wirklich greifbar zu machen. Der Freitag zeigt, wie datenbasierte Entscheidungen eine leserfinanzierte Zukunft möglich machen.


Auf dem Podium wurde nicht drumherum geredet.


Ann-Kathrin Liedtke, verantwortlich für Membership Growth und Paid Strategy bei der taz, berichtete, wie die taz ihre digitale Transformation der täglichen Printausgabe mit einer Konvertierungsquote von 88% zu digitalen Abomodellen deutlich über den Erwartungen abgeschlossen und nebenbei viele Mitarbeitende zu iPad-Profis gemacht hat.


Arist von Harpe, Verleger der Hamburger Morgenpost, berichtet von 2 Jahren intensiver Transformation. Die Mopo hat 2024 die gedruckte Tagesausgabe aufgegeben und setzt seitdem stark auf digital. Das birgt verschiedene Herausforderungen, wie es Arist von Harpe anschaulich auf den Punkt brachte.


Was mich persönlich am meisten beschäftigt hat, war die Frage rund um KI und Verantwortung. Johannes Vogel, Chief Product & Revenue Officer bei Stern, GEO und Capital, hat es sehr klar formuliert: Wenn wir die Finanzierung des Qualitätsjournalismus durch unkontrollierte KI kaputt machen lassen, fehlen irgendwann die verlässlichen Fakten. Das ist keine technische Debatte. Das ist eine gesellschaftliche.


Cordula Schmitz, Chefredakteurin Digital beim Hamburger Abendblatt, machte deutlich, dass Lokalmedien durch ihre enge Bindung an ihre Leserinnen und Leser einen echten Vorteil haben. Einen Vorteil, den auch KI nicht so leicht erschüttern kann. Sie brachte es mit einer ihrer Thesen auf den Punkt: Lokaljournalismus hat das „Analog‑Monopol“ (echte Präsenz vor Ort, die keine KI ersetzen kann).


Und dann noch die Frage: Wollen junge Menschen überhaupt noch Qualitätsjournalismus? Da habe ich als Generation Zillennial natürlich eine eigene Perspektive. Laut Prof. Dr. Christopher Buschow, Leitung Digitaler Journalismus an der Hamburg Media School, ist das weniger eine Frage des Interesses als der richtigen Formate. Journalismus muss sich stärker in die Lebenswelt junger Menschen einbringen. Ich würde sagen: Ja, stimmt. Wir wollen guten Journalismus, wir wollen ihn nur nicht suchen müssen.


Upscore hat sich in zehn Jahren stetig weiterentwickelt, technisch, konzeptionell und immer in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Über 350 Medienmarken in neun europäischen Ländern nutzen heute Upscore. Aber wichtiger als jede Zahl ist die Mission: digitalen Qualitätsjournalismus stärken. Mit Technologie, die wirkt, und einem Team, das zuhört und mitdenkt.


Unser Geschäftsführer Andreas Demuth hat es beim Abschluss schön zusammengefasst: Wir gestalten den digitalen Wandel aktiv, mit Kreativität, Technologie und Vertrauen.


Nach zehn Jahren, einem tollen Abend und vielen guten Gesprächen sind wir stolz auf das, was wir aufgebaut haben. Und gleichzeitig gespannt auf alles, was kommt.


Der Abend endete so, wie er begonnen hatte: mit echten Gesprächen, neuen Bekanntschaften, gutem Essen und einer tollen Party. Genau das ist es, was gute Branchenevents ausmacht. Menschen kommen zusammen, tauschen sich aus, lachen miteinander. Und gehen mit dem Bewusstsein nach Hause, dass da draußen ganz viele sind, die an dasselbe glauben.


Singa Feder ist Marketingmanagerin bei Upscore.