Ein Leser kommt regelmäßig zurück, liest mehrere Artikel und verbringt viel Zeit mit den Inhalten.
Das spricht für eine starke Beziehung zum Angebot.
Aber bedeutet hohes Engagement automatisch, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für ein Abo-Angebot gekommen ist?
Nicht unbedingt. Denn Engagement und Conversion-Bereitschaft beschreiben zwei unterschiedliche Perspektiven.
Viel Engagement, aber auch bereit für ein Abo?
Engagement betrachtet die Nutzung: Wie regelmäßig kommt ein Leser zurück? Wie intensiv nutzt er Inhalte? Wie entwickelt sich diese Nutzung?
Propensity-Modelle stellen eine andere Frage: Wie wahrscheinlich ist eine Abschluss auf Basis der verfügbaren Signale?
Ein stark engagierter Leser muss nicht unmittelbar vor einem Abschluss stehen. Umgekehrt können Signale auf Conversion-Potenzial hindeuten, das sich allein aus der Nutzungsintensität nicht ablesen lässt.
Engagement beschreibt also die Intensität der Beziehung. Propensity betrachtet die Wahrscheinlichkeit einer Conversion.
Zwei Signale, bessere Entscheidungen
Upscore verbindet bereits Nutzungs-, Content- und Conversion-Daten und macht sie für die Steuerung von Paywalls und Kampagnen nutzbar.
In der Produktentwicklung beschäftigen wir uns daher mit einer Erweiterung von Engagment zu Propensity to subscribe.
Dabei sollen nachvollziehbare Regeln nicht ersetzt werden. Engagement Scores und Modelle zur Conversion-Wahrscheinlichkeit können vielmehr zusätzliche Signale liefern, um die Situation eines Lesers differenzierter einzuordnen.
Je besser wir verstehen, wie Engagement und Conversion-Potenzial zusammenspielen, desto fundierter können Entscheidungen entlang der Customer Journey werden.
Nina Berger ist Product Manager bei Upscore.